Wappen der Jahensdorfer

Johann Martin Maximilian Einzingers von Einzing beschreibt in dem Buch von 1762: „Bayerischer Löw, Das ist: Historisches und Heraldisches Verzeichniß der Bayerischen Turnierer, und Helden, Welche vom Könige Heinrich dem Vogler, bis auf den Kaiser Maximilian den Erstem Im Heil. Röm. Reiche gehaltenen öffentlichen Ritterspiele der 4. Deutschen Turnierlanden besucht haben.“ die Wappen der Turnierteilnehmer in der Zeit des
Heinrich der Vogler (um 876 – 2.7.936) bis Maximilian I. (22.3.1459 – 12.1.1519; ab 1508 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches). Darin beschreibt er die Jagenstorfer, die zunächst nichts mit Vorfahren aus Jägersdorf zu tun haben, geht darin aber zur Abgrenzung der Jagensdorfer zu den Jahrsdorfern bzw. Jahensdorfern auf die Wappen dieser ein.
Konkret schreibt er:

„Jagenstorf

Die Jagenstorfer werden zwar zu den Bayern gerechnet: allein sie sind, wie es Wigules Hund zu thun scheint, mit den Jahrsdorfern nicht zu vermischen: dann die Jachendorfer haben ihren namen und herkommen von dem im Landshuterischen Pfleggerichte Mospurg gelegenen landgute Jehenstorf oder Jahensdorf. Die Jahrsdorfer aber sind Franken. Die Jahensdorfer führen 3. goldene Kronen 2. 1. gesetzt im rothen Felde. Auf dem helme halten zwo aufgehebte rothe armen mit rothen händen, eine solche krone worauf silberne haanenfedern stecken. Die helmdecke ist inwendig von gold; auswendig aber roth. Die Jahrsdorfer hingegen führen einen gevierten Schild. Das erste und letzte feld ist gepelzet: das andere und dritte aber roth. Auf dem helme stehet eine mit der Schildestheilung und farbe gezeichnete hohe hauben, an dessen Spitze haanenfeder stecken.“

Dies würde heißen, dass unsere Vorfahren in ihrem Wappen 3 goldene Kronen auf rotem Felde führten. „2. 1. gesetzt“ wird wahrscheinlich bedeuten, dass zwei unten und eine darüber angeordnet war (oder umgekehrt?). Auf dem Helm hielten zwei ausgestreckte rote Arme mit roten Händen eine Krone wie im Wappen dargestellt, worauf silberne Hahnenfedern steckten.