Großer Brand

„1848 wütete in Jägersdorf ein großer Brand, dem mehrere Anwesen zum Opfer fielen: Stuber, Haider, Wimmer, Wirt, Mair und der Huberstadel. Die Häuser, die bis dahin Holzbauten waren, wurden nun in Stein neu aufgeführt. An den Brand erinnert eine Gedenktafel in der Kirche.“ (Radlmaier: „Dorfgeschichte von Wolfersdorf“, 1932)

Ludwig Ismaier sen. berichtete am 29.12.2012, dass es auch auf ihrem Hof, beim Brummer, gebrannt hat. Es brannte der strohbedeckte Stadel mit Stall, während das schindelgedeckte Wohnhaus verschont blieb. Über Generationen erhalten haben sich auf dem Hof Auszüge der damaligen Gespräche, als es beim Stuber begonnen hat zu brennen.

Mit dieser Erkenntnis ergibt sich auch eine Logik, da der Brummerhof zwischen Wirt und Huber liegt. In der Beschreibung in Radlmaier hätte die Nennung der Höfe bedeutet, dass ein Hof vom Feuer übersprungen worden wäre. In Radlmaier dürfte es sich somit um eine Verwechslung der Hofnamen handeln.

Ausgelöst wurde der Brand wohl durch das Brennen von Steinen auf dem Stuberhof.

Der erwähnte „Mair“ ist nach heutigem Hofnamen der „Neumair“.

Die Bedeutung des Brandes ist unter der Größe des Ortes zur damaligen Zeit zu sehen. Damals gab es ca. 20 Anwesen im Ort.

Die Gendenktafel in der Kirche existiert nicht mehr.

2012 gab es dann Gerüchte, dass in der Kirche in Kirchdorf a. d. Amper ein Bild sei. Die Rückfrage beim dortigen Kirchenpfleger hat aber ergeben, dass weder in der Kirche noch im kürzlich renovierten Pfarrhaus ein Bild sei.

Im Juli 2017 berichtete Josef Sebald sen., dass ihm der Mesner in den 40er oder 50er Jahren des 20. Jahrhunderts berichtet hat, dass die „Katzenres“ (siehe Beitrag Kümmerniskapelle unter Kapelle, Wegkreuze, Marterl) Bilder, die im Kirchturm gelagert waren, gehölt hätte. Möglicherweise war darunter auch die Gedenktafel.